Beendeter Abbau "Am Pachtener Wald"

Ordnungsgemäße Rekultivierung am Pachtner Wald gefordert!

Seit dem 01.03.2009 darf im Tagebau "Am Pachtener Wald" nicht mehr abgebaut werden, da die Zulassung des Hauptbetriebsplanes bis zu diesem Tag befristet war. Die Rekultivierung des abgebauten Bereiches muss innerhalb von 2 Jahren erfolgen. Die derzeit laufende Rekultivierung des Tagebaues im Randbereich zur Verbindungsstraße Diefflen - Pachtener Heide weicht hinsichtlich der einzuhaltenden Topographie offenkundig vom genehmigten Rekultivierungsplan ab. Das vorgeschriebne kontinuierliche Gefälle vom Pachtener Wald zum Haienbach wird entlang der Verbindungsstraße durch einen ca. 2,00 Meter hohen Damm unterbrochen.
Außerdem wird der zulässige Böschungswinkel im letzten Abbaufeld erheblich überschritten, so dass bei starken Regenfällen die Gefahr eines Abrutschens des Geländes und eine Beschädigung des Feldweges oder der Straße besteht.
Diese Missstände haben wir am 03.11.2009 dem Bergamt in Schiffweiler mitgeteilt und uns wurde versichert, dass der Rekultivierungsplan aus dem Jahre 1999 unverändert gilt. Danach muss der Tagebau so rekultiviert werden, dass das Gelände vom Pachtner Wald zum Haienbach hin abfällt. Der in Dammform entlang des Tagebaues zwischengelagerte Mutterboden ist als Deckschicht auf den rekultivierten Unterboden aufzubringen. Das Bergamt wird im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde und der Stadt Dillingen auf Einhaltung des Rekultivierungsplanes bestehen. Bezüglich der Böschungswinkel sagte das Bergamt eine Überprüfung im Rahmen seiner Vorortüberwachung zu. Wir haben das Bergamt darauf hingewiesen, dass die Annahmekontrolle der Verfüllmassen nicht bzw. nur unvollständig stattfindet. Teilweise fahren in den späten Abendstunden noch beladene Lkw in das Gelände und kippen Massen ohne jegliche Kontrolle ab. Das Bergamt versicherte uns, dass die Unbedenklichkeitserklärungen und Begleitpapiere der eingelagerten Verfüllmassen stichprobenmäßig geprüft würden und dass darüber hinaus jährlich unter Aufsicht an 6 Stellen Schürfproben genommen und durch ein Ingenieurbüro auf Schadstoffe untersucht werden.
Es gibt konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die genehmigte maximale Abbautiefe von 230 Meter üNN nicht eingehalten wurde und in Bereichen wesentlich überschritten wurde. Es fehlt der vorgeschriebene Nachweis durch geodätische Messungen. Das Bergamt hat zwischenzeitlich ebenfalls Zweifel, dass das genehmigte Abbauniveau eingehalten wurde und hat deshalb unter Androhung rechtlicher Konsequenzen angeordnet, dass die Firma Rupp anhand geodätischer Messungen durch ein zugelassenes Ingenieurbüro den Nachweis erbringe muss, dass das genehmigte Teufenniveau an keiner Stelle unterschritten wird.

 


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